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Der Koji-Schimmel produziert mehr als 50 Enzyme. Einige wandeln die Stärke
in Zucker um, die anderen tragen charakteristisch zum Aroma und Geschmack
des Sake bei.
Für die Sake-Herstellung gibt es unterschiedliche Sorten von Koji-Schimmel.
Die ausgewählte Sorte hat wesentlichen Einfluss auf den Sake, zum
Beispiel auf seine Süße oder Trockenheit. Meist haben die Braumeister
Lieblingssorten. Manchmal mischen sie auch verschiedene Sorten.
Koji wird in unterschiedlichen Formen und Farben z.B. auch bei der Produktion
von Sojasauce, Miso, Natto und Shochu eingesetzt.
Mehr zu Koji: 2.
Koji-Herstellung
Hefe (kobo)
Die Hefe (kobo) wird beim Sake-Brauprozess dafür eingesetzt, die
Zuckermoleküle, die der Koji-Schimmel produziert hat, in Alkohol
umzuwandeln. (Dabei entsteht als zweites Produkt Kohlendioxyd.) Hefe erzeugt
eine Vielzahl an Geschmacksnuancen, Säuren, Aroma und Texturen im
Sake. Die Sake-Hefe ist mit der Hefe verwandt, die für das Bierbrauen
verwendet wird (Saccharomyces Cerevisiae).
Bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde für die Sake-Herstellung
keine Hefe zugesetzt. Man verließ sich auf die natürlich vorkommenden
Hefen in der Umgebung (ie tsuki kobo). Die Sake-Braukessel wurden
offen gelassen und die in der Luft und auf den Holzwänden lebenden
Hefezellen fanden sich im Kessel ein, wo sie gute Lebensbedingungen vorfanden.
Sie begannen, den Zucker zu fressen, der ihnen vom Koji ständig nachgeliefert
wurde, und sich zu vermehren. So ging die Fermentation des Sake ihre Gänge.
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