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Die Koji-Kultur muss gehegt und gepflegt werden. Nach einigen Stunden
wird der Reis noch einmal geknetet und noch einmal eingewickelt, damit
die Wärme alle Stellen gleichmäßig erreicht. Der Schimmel
vermehrt sich, dabei entsteht Wärme. Nach etwa 20 Stunden kann man
den Schimmel mit bloßem Auge erkennen weiße, opake
Flecken auf dem Reis.
Bei der traditionellen Koji-Herstellungs-Methode wird der Reis mehrfach
gerührt und auf einer Art Tabletts aufgeteilt, um die Bedingungen
für alle Körner gleich optimal zu halten. Die Tabletts werden
sogar mehrmals im Raum umplatziert, um die unterschiedlichen Bedingungen
in den oberen und unteren sowie hinteren und vorderen Teilen des Raumes
auszugleichen. Die Temperatur muss ständig überprüft werden.
Der Koji darf nicht überhitzt werden, die Temperatur darf aber auch
nicht zu weit sinken, sonst endet die Schimmel-Vermehrung.
Diese Arbeitsgänge werden kontinuierlich zu jeder Tages- und Nachtzeit
ausgeführt und überprüft. Mittlerweile gibt es Maschinen,
die in unterschiedlichem Ausmaß die Koji-Produktion unterstützen
oder sie übernehmen können.
Am Ende der Koji-Herstellung, die durchschnittlich zwischen vierzig und
sechzig Stunden dauert, sind über 40°C Temperatur erreicht.
Wenn der Koji-Reis die gewünschte Balance aus Geschmack, Temperatur
und Aroma erreicht hat, stimmen auch der Enzymgehalt und die chemischen
Substanzen. Er wird aus dem Raum herausgebracht und gekühlt, die
Vermehrung hält an. Der fertige Koji-Reis hat einen leicht süßen
Geschmack (Zucker!) und das Aroma von gerösteten Kastanien.
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