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Dieser Nachbearbeitungsschritt entfällt oft, weil die Pressen sehr
fein arbeiten und der Schritt nicht mehr nötig ist. Es gibt jedoch
auch Sake, bei dem der Bodensatz entsteht und mit Absicht mit in die Sakeflasche
gelangt. Das ist dann der Orizake.
Filtern (Roka)
Einige Brauereien filtern ihren Sake mit Kohle, meist vor dem Lagern
und vor dem Abfüllen. Dazu wird Kohlestaub zum Sake gegeben und dann
wieder herausgefiltert. Er entzieht dem Sake ungewollte Geschmackselemente
oder bräunliche bernsteinerne Farbe, wenn sie nicht gewünscht
wird. Man muss jedoch mit dieser Art von Filterung vorsichtig sein. Wenn
man sie zu intensiv betreibt, verliert der Sake seinen Charakter und wird
fade. Deswegen lassen viele Brauereien das Filtern auch weg
Der neue Sake darf sich erst einmal ein paar Tage bei niedrigen Temperaturen
ausruhen. In dieser Zeit finden noch Enzymreaktionen statt, durch die
der Glucose- und Säure-Anteil sich noch ein wenig erhöht.
Dann wird der Sake bei einer Temperatur von 65°C pasteurisiert,
indem er durch eine Metallröhre gepumpt wird, die durch ein Fass
mit heißem Wasser läuft. Das Erhitzen auf diese Temperatur
tötet die verbleibende Hefe ab, beendet die Enzymreaktionen und hemmt
Milchsäure-Bakterien, die sonst für die Verderblichkeit von
Sake verantwortlich sind.
Das Pasteurisieren wird zweimal ausgeführt, vor der Reifungsphase
und dann beim Abfüllen.
Es gibt einen Typ von Sake, der nicht pasteurisiert wird, das ist der
Namazake (roher oder frischer Sake). Der deswegen
auch durchgängig gekühlt gelagert werden muss. Interessant ist,
dass schon Jahrhunderte vor Louis Pasteur Sake auf diese Weise haltbar
gemacht wurde.
Reifung (Jukusei)
Der Sake wird zur Reifung meist für 6 Monate gelagert, maximal jedoch
für 1 Jahr. Neuer Sake hat eine hellgelb bis leicht limonenartige
Farbe, riecht stark nach Koji und hat einen eher rauen Geschmack. Während
der Reifung wird die Farbe eher bernsteinfarben, der Sake beruhigt sich
und das Geschmacksprofil wird weicher und runder.
Mischen (Chogo)
Das Mischen der Sorten nennt man auch Sake- Verheiraten und
es ist eine Kunst für sich. Sake einer Produktionsphase wird in mehreren
Fässern gelagert. Charakter und Qualität des Sake aus einem
Fass können sich von dem im anderen unterscheiden. Um eine gleich
bleibende Qualität der Sorten zu sichern, werden die Fässer
einer Sorte gemischt. Manche legen jedoch Wert auf individuellen Charakter
und mischen nicht.
Der Braumeister entscheidet, wie er sich die Sorte vorstellt und wie
er mischen möchte. Heutzutage helfen chemische Analysen dabei.
Verdünnen (Kasui)
Neuer Sake hat einen Alkoholgehalt von 20%. Meist wird er mit Wasser
auf 1517% verdünnt.
(Es gibt einen Sake-Typ, bei dem dies nicht gemacht wird, beim Genshu
(ursprünglicher Sake).
Abfüllen in Flaschen
Sake wird meist in Flaschen abgefüllt. Die Standardgrößen
in Japan sind 720 ml und 1.8 l sowie kleine Flaschen a 300 ml. Man verwendet
Schraubdeckel, keine Korken, da der Korken den Sake verfärben würde
und Sake luftdicht verschlossen sein muss.
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