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Name und Region

Generell gilt es zu unterscheiden zwischen dem Namen des Sake, evtl. dem Markennamen des Sake und dem Namen der Brauerei.

(Bei Kubota Senju z.B. ist Kubota Senju der Name des Sake, Kubota der Markenname, der Name der Brauerei jedoch Asahi Shuzo. Bei Kamotsuru Junmai Ginjo ist Kamorsuru der Name der Brauerei und Junmai Ginjo die Bezeichnung des Sake-Typ, beides zusammen jedoch auch der Name des Sake.)
 
 

Name + Region Sake-Typ Reissorte Polierrate
Nihonshu-Do Säure Alkoholgehalt Trinktemperatur

Sake- und auch Brauerei-Namen sind meist sehr poetisch. Die am häufigsten gebrauchten Schriftzeichen (Kanji) sind Yama oder San („Berg”), Kiku („Chrysantheme”) und Tsuru („Kranich”).

Einige Beispiele: Kihuhime („Chrysanthemen-Prinzessin”), Hakutsuru („Weisser Kranich”), Sato no Homare („Stolz des Dorfes”), Onigoroshi („Dämonen-Töter”) Suigei („Betrunkener Wal”).

Hinter den Namen steht oft eine besondere Geschichte. Zum Beispiel ist der Name der Brauerei Kikusui („Chrysanthemen-Wasser”) von einem Lied aus dem Noh-Theater abgeleitet. Es handelt von einem 700-jährigen Mönch, der sich in der Einsiedelei nur vom Tau auf den Chrysanthemenblüten ernährte. Oder der Name der Brauerei Kuromatsu Hakushika bedeutet „schwarze Kiefer, weißes Reh”. Es bezieht sich auf eine Legende aus dem alten China um einen weißen Rehbock mit besonderen Kräften, der tausend Jahre alt wurde.

Auf den Etiketten der Sake-Flaschen und auch den zugehörigen Kartons werden diese Namen oft kunstvoll kalligrafisch oder mit Bildern wiedergegeben und oft auch mit poetischen Versen ergänzt. Viele der speziellen Namen und Bezeichnungen aus der Sake-Welt sind selbst für Japaner erst nach einer Weile zu enträtseln (und manchmal auch gar nicht).

Abgesehen von der künstlerischen Präsentation des Sake auf der Vorderseite werden jedoch auf der Rückseite der Flasche meist die wichtigsten Informationen gut lesbar wiedergegeben. Dazu gehört pflichtgemäß die Angabe der Zutaten, des Alkoholgehaltes und des Abfülldatums. Meist findet man bei den Premium-Sake-Sorten auch die Angabe der Reissorte, der Polierrate, des Nihonshu-Do und der Säure. Darüber hinaus oft noch der Aminosäurenwert und die Hefesorte. In den ganz akkuraten Fällen werden Reissorte und Polierrate weiter ausdifferenziert und der Name des Sake-Braumeisters und auch der Schule der Braumethode werden genannt.

Es gibt ca. 2.000 Sake-Brauereien in Japan, die über das ganze Land verteilt sind. Besonders berühmte und historisch bedeutsame Sake-Regionen sind Nada (in der Nähe von Kobe in der Hyogo-Präfektur) und Fushimi (südöstlich der alten Hauptstadt Kyoto).

Jeder Sake ist auf seine Weise von seiner Heimat geprägt. Sei es durch das Wasser, das einen für die Region spezifischen Charakter hat, der sich im Sake widerspiegelt. (Zum Beispiel wird der feine, weiche Sake aus Hiroshima mit weichem Wasser gebraut. Die Region Niigata hat einen spezifischen leichten, klaren Sake-Stil entwickelt, der zum Großteil auf ihr Wasser zurückzuführen ist.) Oder durch spezielle Reissorten, die bevorzugt in der jeweiligen Region gedeihen (wie zum Beispiel die Reissorte Miyama Nishiki, die gut in kälteren Klimazonen gedeiht).

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