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Sake- und auch Brauerei-Namen sind meist sehr poetisch. Die am häufigsten
gebrauchten Schriftzeichen (Kanji) sind Yama oder San
(Berg), Kiku (Chrysantheme) und Tsuru
(Kranich).
Einige Beispiele: Kihuhime (Chrysanthemen-Prinzessin),
Hakutsuru (Weisser Kranich), Sato no Homare
(Stolz des Dorfes), Onigoroshi (Dämonen-Töter)
Suigei (Betrunkener Wal).
Hinter den Namen steht oft eine besondere Geschichte. Zum Beispiel ist
der Name der Brauerei Kikusui (Chrysanthemen-Wasser)
von einem Lied aus dem Noh-Theater abgeleitet. Es handelt von einem 700-jährigen
Mönch, der sich in der Einsiedelei nur vom Tau auf den Chrysanthemenblüten
ernährte. Oder der Name der Brauerei Kuromatsu Hakushika bedeutet
schwarze Kiefer, weißes Reh. Es bezieht sich auf eine
Legende aus dem alten China um einen weißen Rehbock mit besonderen
Kräften, der tausend Jahre alt wurde.
Auf den Etiketten der Sake-Flaschen und auch den zugehörigen Kartons
werden diese Namen oft kunstvoll kalligrafisch oder mit Bildern wiedergegeben
und oft auch mit poetischen Versen ergänzt. Viele der speziellen
Namen und Bezeichnungen aus der Sake-Welt sind selbst für Japaner
erst nach einer Weile zu enträtseln (und manchmal auch gar nicht).
Abgesehen von der künstlerischen Präsentation des Sake auf
der Vorderseite werden jedoch auf der Rückseite der Flasche meist
die wichtigsten Informationen gut lesbar wiedergegeben. Dazu gehört
pflichtgemäß die Angabe der Zutaten, des Alkoholgehaltes und
des Abfülldatums. Meist findet man bei den Premium-Sake-Sorten auch
die Angabe der Reissorte, der Polierrate, des Nihonshu-Do und der Säure.
Darüber hinaus oft noch der Aminosäurenwert und die Hefesorte.
In den ganz akkuraten Fällen werden Reissorte und Polierrate weiter
ausdifferenziert und der Name des Sake-Braumeisters und auch der Schule
der Braumethode werden genannt.
Es gibt ca. 2.000 Sake-Brauereien in Japan, die über das ganze Land
verteilt sind. Besonders berühmte und historisch bedeutsame Sake-Regionen
sind Nada (in der Nähe von Kobe in der Hyogo-Präfektur) und
Fushimi (südöstlich der alten Hauptstadt Kyoto).
Jeder Sake ist auf seine Weise von seiner Heimat geprägt. Sei es
durch das Wasser, das einen für die Region spezifischen Charakter
hat, der sich im Sake widerspiegelt. (Zum Beispiel wird der feine, weiche
Sake aus Hiroshima mit weichem Wasser gebraut. Die Region Niigata hat
einen spezifischen leichten, klaren Sake-Stil entwickelt, der zum Großteil
auf ihr Wasser zurückzuführen ist.) Oder durch spezielle Reissorten,
die bevorzugt in der jeweiligen Region gedeihen (wie zum Beispiel die
Reissorte Miyama Nishiki, die gut in kälteren Klimazonen gedeiht).
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