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Tokkuri
Kleine Sake-Karaffen aus Keramik oder Porzellan für warmen Sake.
Es gibt sie in vielen Formen. Meist haben sie einen verschmälerten
Hals, damit die Wärme sich besser darin hält.
Folgende Standardgrößen gibt es für Tokkuri:
Ichigo = 1 go = 180 ml
Nigo = 2 go = 360 ml
Sake-Sets
Sake Sets sind Kombinationen aus einer Karaffe und zwei oder mehreren
Sake-Bechern, die genau zusammen passen und zusammen gehören.
Masu oder Kimasu
Viereckige Becher aus Zedernholz. Das traditionelle Gefäß
zum Sake-Trinken. Der Holzwürfel war ursprünglich ein Maß
für Reis. Er fasst Ichigo = 1 Go = 180 ml. In der klassischen
japanischen großen Sakeflasche sind 1,8 l, es passen genau 10 Masu
Sake hinein. Traditionell werden Masu besonders bei großen Festivitäten
verwendet, in denen auch häufig Sakefässer aus Zedernholz angeschlagen
werden.
In Restaurants oder für Gäste zu Hause werden Masu zum Servieren
von Sake oft auf eine Untertasse gestellt. Dann wird eingegossen, bis
der Sake über den Masu überquillt. Ein Zeichen der Wertschätzung
des Gastes und, dass genug Sake vorhanden ist.
Aus Masu trinkt man keinen warmen Sake.
Das Aroma und der Geschmack des Zedernholzes mischen sich beim Trinken
mit dem Sake. Dies ist ein wunderbares Naturerlebnis. Es kann jedoch auch,
je nach Feinheit des Sake, zu viel werden.
Masu gibt es auch lackiert oder aus Kunststoff.
Sake-Fässer oder Taru
Am häufigsten sieht man Sake-Fässer in Shinto-Schreinen als
Opfergabe an die Götter, aufgestapelt zu hohen Wänden.
Mehr: Sake
und Shinto
Sie bestehen aus Zedernholz, das mit Reisstrohseilen zusammengehalten
wird. Der Sake nimmt das Aroma des Holzes auf. (In einem solchen Fass
gereifter Sake ist Taru-zake.)
Es gibt auch kleinere Fässer. Manchmal wird der Sake auch erst zum
Servieren in das Fass gefüllt. Und manchmal ist in einer Fass-Attrappe
auch ein Keramikbehälter eingebaut.
Flache Schalen aus Lack
Sie werden nur bei zeremoniellen Anlässen der Shinto-Religion verwendet,
wie zum Beispiel Hochzeiten. Sie sind sehr flach (etwa wie eine Untertasse)
und man schlürft den Sake daraus.
Mehr: Sake
und Shinto
Daiginjo-Gläser oder Weingläser
Jeden Sake, aber besonders feinen und duftigen Sake des Ginjo- oder Daiginjo-Typs
kann man sehr gut aus Weißweingläsern trinken. Die Farbe des
Sake und seine Klarheit zeigt sich darin sehr schön. Auch unterstützt
das Weinglas die Entfaltung des Duftes, man kann es auch ein wenig schwenken.
Mittlerweile gibt es auch spezielle tulpenförmige Daiginjo-Gläser.
Sake-Flaschen und Verpackungen
Seit ca. 1860 wird Sake in Flaschen abgefüllt. Die Standardgrößen
in Japan sind:
- große Flasche Isshobin 1,8 l (issho = 1 sho
= 1,8 l)
- mittlere Flasche Yongobin 720 ml (yongo = 4 go
= 4 x 180 ml)
- kleine Flasche 300 ml
Es wird auch Sake im Glas verkauft, 100 ml, mit einem Frischhaltedeckel
versiegelt. Einfach abziehen und schon hat man ein Glas Sake.
Sake ist lichtempfindlich, daher sind die Flaschen opak, braun oder grün
getönt. Um den Sake noch besser zu schützen, haben manche Flaschen
einen zusätzlichen Verpackungskarton.
Sake ist auch luftempfindlich. Deswegen haben die Flaschen Schraubverschlüsse.
Neben den Flaschen haben sich Tetrapackbehälter etabliert, in die
jedoch nur einfacher Sake verpackt wird.
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