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Sanzoshu ist eine Unterklasse von Futsushu. Beim Sanzoshu ist
die Zugabe einer solch großen Menge an Alkohol erlaubt, dass die
Menge an Sake, die ursprünglich gebraut wurde, sich dadurch verdreifacht.
(Sanzoshu ist ein abgekürztes Wort für sanbai-zojoshu,
was soviel bedeutet wie gebraut und dreimal vermehrt). Außerdem
ist Zusatz von organischen Säuren und Zucker erlaubt, um einen geschmacklichen
Ausgleich zum Alkohol zu erlangen.
Diese Methode wurde während des zweiten Weltkrieges in der Mandschurei
entwickelt, die die Japaner besetzt hielten. Der Reis war knapp und man
musste sich billige Methoden ausdenken, um mit wenig Reis viel Sake zu
produzieren. (Es gab sogar Sanzoshu, der komplett ohne Reis hergestellt
wurde.)
Futsushu und vor allem Sanzoshu mit seinen Unmengen an Zusätzen
sind dafür verantwortlich, dass Sake bei vielen Menschen, die nur
diesen Sake kennen unangenehm in Erinnerung bleibt. Dabei geht es um negative
Geschmackserlebnisse, aber auch um gesundheitliche Unbill wie zum Beispiel
die mörderischen Kopfschmerzen, die ein solches Gebräu erzeugen
kann. Die Japaner wanderten ab zum Bier und zu anderen Getränken,
ganz gleich, ob Sake ihr Nationalgetränk war.
Die Zeiten haben sich zum Glück jedoch verändert und es wird
heutzutage auch relativ vernünftiger, trinkbarer Futsushu
zu erschwinglichen Preisen angeboten. Abgesehen davon, dass sich auch
der Bereich des Premium-Sake wesentlich weiterentwickelt hat und größere
Marktanteile gewinnen konnte.
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