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Genshu wird gerne auf Eis (on the rocks) getrunken. Der Sake
ist dann zunächst sehr stark und wird im Lauf der Zeit, wenn das
Eis schmilzt immer weiter verdünnt. Man erlebt so verschiedene Geschmacksstadien
in der Abfolge.
Es gibt auch Genshu mit niedrigerem Alkoholgehalt von 15 bis 16%.
Dies wird jedoch nicht durch Verdünnen erreicht. Sondern es handelt
sich um spezielle Brautechniken von Genshu, bei denen die Alkoholproduktion
geringer gehalten wird. Dies geschieht durch Gärung bei niedrigeren
Temperaturen oder den Einsatz besonderer Hefesorten. Oder einfach dadurch,
dass der Gärungsprozess abgebrochen wird, bevor der Alkoholgehalt
höher steigt.
Koshu
Koshu bedeutet wörtlich alter Sake. Koshu ist
für mindestens 3 Jahre gereift. Manchmal auch 5 oder sogar 10 Jahre,
diesen Sake nennt man dann Hizoshu (bedeutet soviel wie
geheim aufbewahrter Sake-Schatz).
Man wundert sich zunächst, wenn man gelernt hat, dass Sake nur zwischen
6 Monaten und einem Jahr gereift wird. Und dass Sake kein Lagergetränk
ist und, ganz im Unterschied zum Wein, durch Altern nicht gewinnt, sondern
verliert und eingeht.
Hochqualitativer Ginjo-Sake jedoch eignet sich durchaus zu längerer
Lagerung zur Reifung. Der Sake lagert entweder direkt in der Flasche oder
in Tanks aus Stahl oder sogar in Holzfässern. Für längere
Reifung über mehrere Jahre muss der Sake gekühlt werden, damit
der Prozess langsam genug abläuft.
Während der Reifung passieren beim Sake ganz interessante Dinge.
Die Farbe wird dunkler und ein starkes, volles Bouquet entwickelt sich.
Der Geschmack erinnert oft ein bisschen an Sherry mit einer rauchigen
Note.
Koshu ist eher selten und ungewohnt. Er gewinnt jedoch langsam immer
mehr Interessanten.
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