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Über die Zubereitungsweise von shiroki und kuroki
steht im Engi Shoki (Sammlung von Verhaltenskodices des Kaiserhofes
aus dem Jahr 905), dass shiroki ein heller Wein ist,
der durch Filtern von fermentiertem Reis von den Reisfeldern des Schreines
entstanden ist. Kuroki ist dunkler Sake, dem Asche der Kusagi Pflanze
hinzugefügt wurde.
Von der Bedeutung des Sake als Gabe an die Götter zeugen auch die
großen Mengen an Sake-Fässern und Flaschen, die in den Shinto-Tempeln
zu ganzen Wänden aufgestapelt sind.
Shinto-Feste (Matsuri) stammen noch aus der Zeit der frühen
Reisbauern. Die Riten wurden vollzogen, um eine gute Ernte zu sichern,
die Götter versöhnlich zu stimmen und für die Gesundheit
der Gemeinschaft zu beten. Die Matsuri haben im Großen und Ganzen
bis heute diese Bedeutung behalten.
Die Götter der jeweiligen Region werden bei Matsuri in kleinen tragbaren
Schreinen durch die Straßen getragen. Vor einem Shinto-Matsuri reinigen
sich die Priester für einige Tage, um mit den Göttern in Kontakt
zu treten. Dann opfern sie Reis, Mochi, Früchte, Gemüse und
Sake. Beim Matsuri selbst wird Sake in ausgiebigen Mengen auch von der
Bevölkerung genossen.
Sake wird bei vielen anderen traditionellen Zeremonien und Feierlichkeiten
eingesetzt. Zum Beispiel Einweihungs- und Gründungsfeiern, bei denen
man die Götter um Glück für das Unternehmen bittet. Dabei
wird den Göttern Sake geopfert, aber auch gleichzeitig Sake als ein
Geschenk der Götter getrunken, um zu feiern. Dies sind auch die Gelegenheiten,
bei denen oft Sake-Fässer aufgeschlagen werden.
Der Höhepunkt bei Hochzeiten nach dem Shinto-Ritual ist Sansankudo.
Es bedeutet drei-drei-neun-mal. Dabei trinken Braut und Bräutigam
abwechselnd dreimal aus drei Sake-Schalen. Drei gilt als Glückszahl
und dreimal drei ist die glücklichste Zahl.
Wie für Anbau und Erntes des Reises wird Kraft der Götter Reis
und Wasser mussten in Sake umgewandelt werden. Es gibt viele Götter,
die persönlich für das Sake-Brauen zuständig sind. Einer
der bekanntesten ist Matsuo, dem ein Schrein in Kyoto gewidmet ist.
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