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Sake und Shinto

Shinto ist die ursprüngliche Naturreligion Japans. Shinto bedeutet „Der Weg der Götter”. Er erhielt diesen Namen jedoch erst spät, wahrscheinlich, als man ihn von anderen eingeführten Religionen unterscheiden wollte.
 

Was ist Sake? Sake-Geschichte Sake und Shinto Sake-Brauereien

Shinto hat keinen Gründer oder grundlegende Schriften. Er umfasst Mythen vom Ursprung des Himmels, der Erde und der Menschen und besteht aus Glauben und Ritualen der Bevölkerung und der kaiserlichen Familie.

Shinto bezieht sich vor allem auf die Verehrung von Erscheinungen der Natur wie Berge, Felsen oder Bäume. Im Shinto gehören zu allen Naturerscheinungen Kami („Götter”). Kami sind von der Anzahl her nicht begrenzt und können überall als Menschen, Tiere, Gegenstände oder abstrakte Wesen auftauchen.

Heilige Stellen werden mit Strohseilen gekennzeichnet, manchmal geschmückt mit weißen zackigen Papierstreifen. Shinto-Schreine werden auf heiligen Plätzen errichtet. Vor dem Betreten einer heiligen Stelle reinigt man sich. Waschung und Reinigung gehören zu den wichtigsten und häufigsten Shinto-Riten.

Sake gilt vom Zeitalter der Mythen an bis heute als reines Getränk, dass den Göttern als Spende geopfert wird. Daher nennt man Sake auch „Das Getränk der Götter”. Der Sake, den man den Göttern anbietet heißt jedoch genauer Omiki. Trinkt ein Mensch zusammen mit den Göttern Omiki, so geht ein Teil der Energie der Götter auf den Menschen über.

Omiki gibt es in verschiedenen Varianten, gefiltert und ungefiltert (Nigorizake), auch die Variante des gekauten Sake (kuchikami no sake) oder shiroki („weißen Sake”) und kuroki („schwarzen Sake”). Sie sind uns aus der frühen Geschichte und vom Kaiserhof der Heian-Zeit bekannt.

Siehe: Sake-Geschichte







Über die Zubereitungsweise von shiroki und kuroki steht im Engi Shoki (Sammlung von Verhaltenskodices des Kaiserhofes aus dem Jahr 905), dass shiroki ein „heller Wein” ist, der durch Filtern von fermentiertem Reis von den Reisfeldern des Schreines entstanden ist. Kuroki ist dunkler Sake, dem Asche der Kusagi Pflanze hinzugefügt wurde.

Von der Bedeutung des Sake als Gabe an die Götter zeugen auch die großen Mengen an Sake-Fässern und Flaschen, die in den Shinto-Tempeln zu ganzen Wänden aufgestapelt sind.

Shinto-Feste (Matsuri) stammen noch aus der Zeit der frühen Reisbauern. Die Riten wurden vollzogen, um eine gute Ernte zu sichern, die Götter versöhnlich zu stimmen und für die Gesundheit der Gemeinschaft zu beten. Die Matsuri haben im Großen und Ganzen bis heute diese Bedeutung behalten.

Die Götter der jeweiligen Region werden bei Matsuri in kleinen tragbaren Schreinen durch die Straßen getragen. Vor einem Shinto-Matsuri reinigen sich die Priester für einige Tage, um mit den Göttern in Kontakt zu treten. Dann opfern sie Reis, Mochi, Früchte, Gemüse und Sake. Beim Matsuri selbst wird Sake in ausgiebigen Mengen auch von der Bevölkerung genossen.

Sake wird bei vielen anderen traditionellen Zeremonien und Feierlichkeiten eingesetzt. Zum Beispiel Einweihungs- und Gründungsfeiern, bei denen man die Götter um Glück für das Unternehmen bittet. Dabei wird den Göttern Sake geopfert, aber auch gleichzeitig Sake als ein Geschenk der Götter getrunken, um zu feiern. Dies sind auch die Gelegenheiten, bei denen oft Sake-Fässer aufgeschlagen werden.

Der Höhepunkt bei Hochzeiten nach dem Shinto-Ritual ist Sansankudo. Es bedeutet „drei-drei-neun-mal”. Dabei trinken Braut und Bräutigam abwechselnd dreimal aus drei Sake-Schalen. Drei gilt als Glückszahl und dreimal drei ist die glücklichste Zahl.

Wie für Anbau und Erntes des Reises wird Kraft der Götter Reis und Wasser mussten in Sake umgewandelt werden. Es gibt viele Götter, die persönlich für das Sake-Brauen zuständig sind. Einer der bekanntesten ist Matsuo, dem ein Schrein in Kyoto gewidmet ist.