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SAKE NEWSLETTER Nr. 8
November 2008
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1. DREIMAL ZEHN SAKES probieren?
Unsere Sake Lounge beim JapanFestival 2008 in Berlin
2. SAKE-REVOLUTION
Die Tenpoichi Sake-Brauerei
3. NEUES aus der Presse
Stadtmagazin tip Berlin
4. NEUES aus dem Online-Shop
Neue Shochus, neue Sakes, Verpacken
5. DANKE!
Das fünfte Jahr hat begonnen
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1. DREIMAL ZEHN SAKES probieren?
Unsere Sake Lounge beim JapanFestival 2008 in Berlin
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Am nächsten Wochenende steht Berlin mit dem JapanFestival zum dritten Mal im Zeichen der aufgehenden Sonne.
Das SAKE KONTOR beteiligt sich mit einer Sake Lounge, in der Sie jeden Tag zehn verschiedene Sakes im Ausschank probieren können.
JapanFestival Berlin
Fr 14. / Sa 15. / So 16. November 2008
Fr / Sa 12 - 22 Uhr, So 10 - 20 Uhr
Mehr zum JapanFestival:
http://www.japanfestival.de
Postbahnhof am Ostbahnhof
Straße der Pariser Kommune 3 - 10
10243 Berlin Friedrichshain
http://www.postbahnhof.de
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2. SAKE-REVOLUTION
Die Tenpoichi Sake-Brauerei
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I VORSPIEL
Wir sitzen in schummrigem Licht auf einem Sofa mit Blumenmuster. Füße, Hände und Nasen kalt wie Eiszapfen. Links von uns glüht ein elektrisches Heizöfchen, eifrig und beflissen, herzerwärmend.
Kenner unter Ihnen identifizieren eine solche Umgebung sofort. Das Licht, das Sofa, die Kälte - es muss das Vorzimmer einer Sake-Brauerei sein.
An diesem Vorfrühlings-Abend sitzen wir also auf diesem Sofa in einem Dorf in der Präfektur Hiroshima. Wir wissen nicht, wie wir hergekommen sind. Auch nicht, wie wir wieder wegkommen. Auf jeden Fall lauschen wir jetzt der japanischen Sprache.
Uns gegenüber ein junger Mann in dunkelblauer Jacke mit stacheliger Frisur und bestimmtem Blick, Murakami Yasuhisa, Präsident der Tenpoichi Sake-Brauerei in der 5. Generation. Er erzählt davon, dass er eine Sake-Brauerei geerbt hat. Und am Anfang partout keine Lust auf dieses Erbe hatte.
Solche Geschichten gibt es unter Sake-Brauern öfter. Sie enden damit, dass der Flüchtling nach einer Weltreise in die heimatliche Brauerei zurückkehrt, weil seine Erfahrungen ihm gezeigt haben, dass es nichts Schöneres gibt, als sich bis über beide Ohren in die Arbeit mit Wasser und Reis zu stürzen.
Ohne genau zu erinnern, wo, kann man sich beim Lauschen dieser Geschichte auf jeden Fall deutlich erinnern, dass man sie schon einmal gehört hat. Man findet sie jedes Mal schön und sagt sich "Recht hat er, warum nicht gleich so". (Dass man sich dabei selber gerade auf Reisen tummelt ist sekundär.)
Der junge Mann hat sein Schicksal entschlossen in beide Hände genommen und in seiner Brauerei eine Revolution angezettelt. Er hat alles umgekrempelt. Dazu gehörte, auf kleinere Produktionsmengen umzustellen und sämtliche Gerätschaften wie z.B. die Fässer daran anzupassen. Mit nervenaufreibenden Bohrungen nach Brauwasser ging man auf die Suche nach des Pudels Kern. Eine Verzweiflung folgte dabei der anderen.
Murakami-san erwähnt immer wieder seinen Toji (Braumeister), Herrn Takada. Ohne Herrn Takada wären sie am Anfang verloren gewesen. Aber Dank Herrn Takada ist man schliesslich so weit gekommen, dass man zu einem der Geheimtipps in der Sake-Welt geworden ist. Herr Takada...
II DAS LABORATORIUM
Plötzlich stehen wir im Allerheiligsten. Ein Labor mit Holzwänden. Seitlich eine Luke im Boden, eine Treppe abwärts. Kleine Holzkästen mit gläsernen Messgeräten. Eine dunkelgrüne Schultafel. Auf einem Bord eine Reihe mit Flaschen. Die erste mit dem Brauwasser, die anderen mit Sake, allesamt mit schön gestalteten Etiketten.
Beim Verkosten wird sofort klar, was hier des Pudels Kern ist. Alle Sakes der Reihe zeigen wohl definierte Körper mit Rückgrat, vollmundige Präsenz und kompakte Säure. Keiner von Ihnen würde sich von irgendeiner Speise unterbuttern lassen. Sie warten darauf, auch mit kräftigem, auch mal öligem Essen kombiniert zu werden. "Ja genau", sagt Murakami-san, das war das Ziel, Sakes zu machen, die gut zu all dem Essen passen, das sie so lieben. Ehrlicher, geradliniger Sake, und dazu noch elegant und wendig.
Ein gefundenes Fressen für uns. Vor meinem inneren Auge sehe ich plötzlich mitten im Vorfrühlings-Japan die gute Neuköllner Blutwurst vor mir und eine Reihe von Köstlichkeiten aus meiner Kindheit in Hessen. (Passiert, wenn man sich schon drei Wochen lang den Bauch mit Sashimi vollgeschlagen hat.) Könnte man sie doch mit diesem Sake hier probieren...
III SPECIAL CREDIT
Die Sakes von Murakami-san sind aus verschiedenen Sake-Reissorten gemacht. Yamadanishiki, den Sie bereits von vielen unserer Sakes aus Akashi kennen. Senbon Nishiki, einer relativ neuen Reissorte, aus der man eleganten Sake machen kann und die in Hiroshima gerne verwendet wird. Der spezielle Hattan-Reis, der außerordentliches Aroma entfalten kann. Und Omachi, eine berühmte, aber ebenfalls nicht alltägliche Sake-Reissorte.
Kann Murakami-san noch etwas über die letztjährige Reisernte sagen, irgendwelche Besonderheiten? Nichts Besonderes. Aber generell ist zu beobachten, dass der Sake-Reis immer mehr wie Mochi-Reis wird. Das bedeutet, dass er viel Stärke enthält. Dass diese sich aber nicht sehr deutlich in das Zentrum des Kornes zurückzieht. (Was normalerweise der Vorteil von Sake-Reis ist. Siehe Polierrate.) Sondern sie bleibt im Korn verteilt. Das dann so komplett weiß aussieht wie Mochi-Reiskörner.
Viel Stärke entsteht durch heiße Tage. Und die Konzentration dieser Stärke im Zentrum des Kornes entsteht dadurch, dass sie sich in extrem kalten Nächten dorthin zurückzieht. Dieser Kontrast scheint immer schwächer zu werden.
IV APOKALYPSE
Murakami-san ist verschwunden. Unter uns rumpelt es. Nach einiger Zeit taucht er aus der Kellerluke wieder auf. Er hat einer Flasche in der Hand.
Wir dürfen seinen Kimoto-Sake probieren. Eine große Ehre. Er ist selbst gespannt. Als er das letzte Mal probierte, war der Kimoto-Sake noch nicht rund genug. Auch jetzt noch merkt man seine rauen Kanten, der Kimoto muß noch eine Weile lagern, ist aber vielversprechend.
Kimoto-Sake wird mit einer alten Hefestarter-Technik hergestellt. Dabei dürfen sich eine Zeit lang wilde Hefen aus der Luft im Hefestarter tummeln. Die Tenpoichi-Brauerei verwendet außerdem auch noch ausschließlich natürliche Hefe für ihren Kimoto-Sake. Wie steuert man das? Diese Hefe ist praktisch überall in der Brauerei, an den Wänden, auf den Arbeitsgeräten. Man muss nur dafür sorgen, dass das Raumklima immer so ist, wie die natürliche Sake-Hefe es mag. Dann wird sie sich durchsetzen.
Ich frage Murakami-san, ob man auch mit natürlichen Koji-Sporen arbeiten kann. Koji-Schimmel ist der zweite Mikroorganismus neben Hefe, der beim Sake-Brauen mitwirkt. Er sorgt dafür, dass die Stärkemoleküle zu Zucker umgewandelt werden (sozusagen das "Mälzen"). Wir versuchen, einander zu verstehen. Zur Verdeutlichung malen wir Koji-Sporen auf die grüne Tafel. Die Kreide quietscht, die Übersetzer werden nervös.
Ich weiß nur noch, dass es damit endete, dass ich versprach, ein Paket mit guten deutschen Räucherwürsten zu schicken. Ich konnte dieses Versprechen bis heute aus zolltechnischen Gründen nicht einlösen. Während umgekehrt Murakami-sans Hattan-Sake und der feine Nakagumi-Sake aus Senbon Nishiki-Reis längst in unsrem kühlen Sake-Keller angekommen sind. Sehr zu unserer Freude.
V DER SAKE
Hier, die beiden oberen:
http://www.sake-kontor.de/shop_sake_region.htm
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3. NEUES aus der Presse
Stadtmagazin tip Berlin
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- Deutschlands grösstes Stadtmagazin tip Berlin hat uns entdeckt:
http://www.tip-berlin.de/essen-und-trinken/japanischer-reiswein-sake-berlin-immer-beliebter
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4. NEUES aus dem Online-Shop
Neue Shochus, neue Sakes, Verpacken
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Wir arbeiten ständig daran, uns weiter zu entwickeln. Vielleicht ist es angebracht, ab und an darauf hinzuweisen.
- Die Shochu-Auswahl ist gewachsen. Damit folgen wir vielen Nachfragen und viel geäußertem Interesse. Wir sind Sake-Leute. Aber wir erkennen auch die Schönheit von Shochu mit seinen klaren, im Vergleich zu Sake sehr konzentrierten, bestimmten Aromen. Viel Freude damit allen Shochu-Freunden:
http://www.sake-kontor.de/shop_shochu_shochu.htm.
- Wir haben neue Sakes. Von denen der Tenpoichi-Brauerei erzählten wir weiter oben in diesem Newsletter. Auch von den anderen werden wir Ihnen noch mehr erzählen. Wobei sie zunächst für sich selbst sprechen:
http://www.sake-kontor.de/shop__empfehlung.htm.
- Wir versenden neuerdings mit DHL. Vorteil: Die Sake-Pakete kommen schneller an als bisher. Und wir können problemlos Packstationen beliefern.
- Wir haben ein paar schöne Flaschenverpackungen besorgt, die Sie mitbestellen können. Vielleicht eine schöne Option für ... ja, es ist an der Zeit, es auszusprechen - Weihnachten!
http://www.sake-kontor.de/shop_zubehoer_geschirr_verpackung.htm
- Die Preise sind ein wenig gesunken, haben Sie es schon bemerkt? Da unsere Importmenge größer geworden ist, sinken die Frachtkosten ab Japan. Wenn Sie so fleißig weiter Sake trinken, wird es immer besser werden.
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5. DANKE!
Das fünfte Jahr hat begonnen
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Das SAKE KONTOR ist im Oktober 4 Jahre alt geworden!
Wir möchten uns aus diesem Anlass bei allen Kunden, Partnern und Freunden für die Unterstützung und für die vielen schönen Echos und Feedbacks, die wir immer wieder bekommen haben bedanken.
Wir sind auch offen für Verbesserungsvorschlaege und Ideen. Zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen. Zum Beispiel per E-Mail oder bei Ihren Bestellungen im Mitteilungs-Feld. Auf ins Fuenfte!
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Anmelde- und Abmelde-Information:
Sie können sich auf http://www.sake-kontor.de/inc_newsletter_newsletter.htm# jederzeit für diesen Newsletter an- oder abmelden.
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Verantwortlich für diesen Newsletter ist:
SAKE KONTOR Sake aus Japan Susanne I. Rost
Shop www.sake-kontor.de Office Munsterdamm 2 12169 Berlin Germany
Fon+Fax +49.(0)30.69817015
E-Mail buero@sake-kontor.de
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