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Sake-Typ

Sake-Parameter Sake-Typ

Ein Sake-Typ klassifiziert einen Sake als einem von sechs Premium-Typen zugehörig oder als Standardsake. Vom Sake-Typ aus lassen sich Rückschlüsse auf Zutaten, Qualität und Grundcharakter des Sake ziehen.

Darüber hinaus geben mögliche zusätzliche Bezeichnungen für spezielle Sake-Typen Auskunft über besondere Eigenschaften, wie zum Beispiel, ob der Sake Reisteilchen enthält oder unpasteurisiert ist.

Im Beispiel rechts ist der Sake-Typ Junmai-shu Bestandteil des Sake-Namens. Die Nachsilbe -shu bedeutet "Sake" und kann weggelassen werden. Junmai ist ein Sake-Typ der unteren Premium-Stufe.

Sake Flaschenetikett Sake-Typ

Premium Sake-Typen

Premium Sake ist in drei Qualitätsstufen mit jeweils zwei Sake-Typen eingeteilt.

Die drei Stufen unterscheiden sich durch Vorgaben zur Polierrate des Reises. Beim Polieren werden die Außenschichten der Körner des Sake-Reises entfernt. Die Polierrate gibt in Prozent den Anteil des Korns an, der übrig geblieben ist ("geschrieben ist geblieben").

Der Sake-Typ auf jeder der drei Stufen, der jeweils die Bezeichnung Junmai im Namen führt, besteht nur aus Wasser und Reis ohne weitere Zusätze.

Der jeweils andere Sake-Typ enthält eine kleine, reglementierte Menge an destilliertem Braualkohol. Sie wird vor dem Auspressen aus der Maische zugegeben und dient dazu, den Sake schlanker und duftiger zu machen und Aromen aus den Reisteilchen zu lösen.

Untere Premium-Stufe:
Junmai / Polierrate nicht vorgeschrieben
Honjôzô / mind. 70 % = 30 % weg / mit Braualkohol

Mittlere Premium-Stufe:
Junmai Ginjô / mind. 60 % = 40 % weg
Ginjô / mind. 60 % = 40 % weg / mit Braualkohol

Höchste Premium-Stufe:
Junmai Daiginjô / mind. 50 % = 50 % weg
Daiginjô / mind. 50 % = 50 % weg / mit Braualkohol

Mehr im SAKE 1x1 "Sake-Etiketten entziffern": Polierrate

Mehr im SAKE 1x1 "Die 6 Premium Sake-Typen": Premium Sake

Standardsake

Mit Futsûshu ("normaler Sake") oder als Standardsake bezeichnet man das Gegenstück zu Premium Sake.

Bei der Produktion von Standardsake dürfen große Mengen an destilliertem Alkohol, Zucker und Säuren zugesetzt werden, um schneller und billiger größere Mengen herzustellen.

Die Begriffe Futsushu oder Standardsake werden nicht immer angegeben. Findet man jedoch auf einem Etikett keine der weiter oben aufgelisteten Premium Sake-Bezeichnungen, handelt es sich meist um Standardsake.

Mehr im SAKE 1x1 "Die 6 Premium Sake-Typen": Standardsake

Offizielle Bezeichnungen für Sake

Nihonshu ("Japanischer Alkohol") ist in Japan die originale und präzise Bezeichnung für das, was wir außerhalb Japans einfach nur Sake nennen. Die Schriftzeichen für Nihonshu finden sich meist auch auf den Etiketten.

Seishu ("reiner Sake") ist eine rechtliche Gattungsbezeichnung für Sake, die sich immer auf japanischen Sake-Etiketten befinden muss.

Spezielle Sake-Typen

Für Sake, der sich durch besondere Eigenschaften abhebt, wie zum Beispiel enthaltene Reisteilchen oder wenn er unpasteurisiert ist, gibt es spezielle Typen-Bezeichnungen.

Die häufigsten speziellen Sake-Typen sind: Sparkling Sake, prickelnd / Low Alcohol-Sake mit besonders niedrigem Alkoholgehalt / Nigorizake mit Reisteilchen / Namazake, unpasteurisiert / Yamahai oder Kimoto-Sake, mit spezieller Starter-Maische / Taruzake aus dem Holzfass / Jukuseishu, Koshu oder Vintage-Sake, alle gelagerter Sake / Genshu, unverdünnt / Muroka, ungefiltert / Amazake, süßer Sake ohne Alkohol / Yuzushu oder Yuzu-Sake mit Saft der Yuzu-Frucht / Umeshu oder Pflaumen-Sake, mit mazerierten Pflaumen

Bezeichnungen für Sake-Typen können kombiniert auftreten, zum Beispiel als Nigori Junmai Ginjo, Junmai Ginjo Muroka Genshu oder Sparkling Junmai.

Mehr im SAKE 1x1 "Spezielle Sake-Typen": Spezielle Sake-Typen

© Text und Bild S. Rost-Aoki