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Aufbewahrung und Haltbarkeit

Shinsu neuer Sake bei Masumi

Sake ist kein Lagergetränk, er sollte möglichst frisch getrunken und im Privathaushalt nicht zu lange aufbewahrt werden. Das Herstellen der Spezialität von gelagertem Sake sollte man den Sake-Brauereien überlassen.

In einem Satz zusammengefasst lauten die drei Grundregeln für die Aufbewahrung: Sake kühl und dunkel aufbewahren und möglichst frisch trinken.

1. Frisch trinken

Sake sollte möglichst frisch getrunken werden. Durch Lagerung gewinnt er nicht. Eine gute Orientierung gibt das Abfülldatum der Flasche.

Die Faustregel besagt, dass man ein Flasche Sake am besten 18 Monate, spätestens jedoch 24 Monate nach dem Abfülldatum getrunken haben sollte. Danach wird normal pasteurisierter Sake nicht zwangsläufig schlecht im Sinne von ungenießbar. Aber seine Qualität hat sich stark verändert und er ist nicht mehr so, wie er von der Brauerei gedacht war.

2. Dunkel lagern

Sake ist lichtempfindlich, deshalb muss er möglichst dunkel aufbewahrt werden. Sake auf keinen Fall direkter Sonnen- / UV-Einstrahlung aussetzen.

3. Kühl und beständig lagern

Sake ist temperaturempfindlich. Er sollte an einem kühlen Ort gelagert werden.

Lagerung im Kühlschrank ist gut, aber bei regulär zweimal pasteurisiertem Sake nicht zwangsweise nötig. Für sehr feinen Sake der höchsten Qualitäten jedoch empfehlen wir Lagerung im Kühlschrank bei max. 8 °C.

Grundsätzlich unumgänglich ist die Kühlschrank-Lagerung von nur einmal oder gänzlich unpasteurisiertem Sake (siehe übernächster Punkt).

Größere Temperaturschwankungen sollten immer vermieden werden.

Geöffnete Flaschen

Eine geöffnete Flasche wieder verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Möglichst bald leer trinken, am besten innerhalb von einer Woche bis zehn Tagen. Danach können Sie diesen Sake auch noch trinken, er wird noch lange nicht schlecht. Aber durch den Sauerstoff in der Flasche verändert er sich und die Qualität baut ab.

Tipp: Eine Vakuumpumpe wie für Wein verwenden, mit der man den Sauerstoff aus einer geöffneten Flasche abpumpt. Das hält den Sake darin länger frisch.

Vakuumpumpen in unserem SAKE SHOP: Sake-Zubehör / Sonstiges Sake-Zubehör

Ausnahme: Unbedingt gekühlt lagern!

Sake, der nur ein Mal statt zwei Male pasteurisiert wurde und Sake, der gar nicht pasteurisiert wurde müssen unbedingt kontinuierlich im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Sake, der nur einmal pasteurisiert ist trägt die Bezeichnung Namachozo oder Namazume. Gänzlich unpasteurisierter Sake heißt Namazake.

Mehr im SAKE 1x1 "Spezielle Sake-Typen": Namazake

Zu Sake, den Sie bei uns kaufen geben wir Ihnen immer einen deutlichen Hinweis, wenn er unbedingt im Kühlschrank gelagert werden muss.

Ausnahme: Länger lagerfähig

Es gibt auch gelagerten Sake, den man Jukuseishu, Koshu oder Vintage-Sake nennt. Diese Bezeichnungen verwendet man ab 3-jähriger Lagerung, die Lagerzeit geht oft jedoch viel länger, über zehn und mehr Jahre. Man sollte solch eine lange Lagerung unbedingt den Brauereien überlassen.

Hat man jedoch eine solche Flasche gekauft, kann man sie an einem dunklen, kühlen und temperaturstabilen Ort auch länger aufbewahren, als ungelagerten Sake.

Gelagerte Sakes in unserem SAKE SHOP: Sake nach Sake-Typ / Vintage | Genmai

Mehr im SAKE 1x1 "Spezielle Sake-Typen": Taruzake | Vintage

© Text und Bild S. Rost-Aoki

Foto: Braumeister Kenji Nasu schöpft Shinshu (neuen Sake) aus einem Tank der Miyasaka Brewing Company, Nagano