SAKE KONTOR | Susanne Rost-Aoki | Markgrafendamm 34 10245 Berlin | Fon+Fax 030.21237601 |hallo@sake-kontor.de

Mögliche Trinktemperaturen

Sake-Thermometer hiya

Die Bandbreite an Trinktemperaturen für Sake reicht von kühl über Raumtemperatur zu warm und heiß.

Die Wahl der Temperatur sollte sich zum einen nach dem Sake richten, den man trinken möchte. Von der Brauerei empfohlene Trinktemperaturen finden Sie auf dem Flaschenetikett. Grundregel: Obere Premium-Qualitäten werden eher kühl, untere eher bei Zimmertemperatur oder warm serviert.

Zum anderen kann man einen Sake nach Eignung für die Trinktemperatur, die man gerade nach Stimmung, Jahreszeit oder Zweck bevorzugt, auswählen.

Beispiele für den Einfluss der Temperatur auf das Trinkerlebnis: Vorhandene Süße registriert die Zunge bei kühlem Sake weniger, ebenfalls Säure. Ab einer Temperatur von etwa 10 °C ändert sich die Säurewahrnehmung nicht mehr. Bittere Nuancen registrieren die Geschmacksnerven umso weniger, je wärmer der Sake ist.

Kühl (hiya)

Sake-Thermometer hiya

Zum Kühlen die Flasche in den Kühlschrank oder in einen Kühler mit Eis stellen.

Die gängigste kühle Trinktemperatur ist suzuhie („kühle Brise”) um 15°C. Kälter sind hanahie ("Kühle von Blüten im Frühling") von 8 bis 10 °C sowie yukihie ("Kühle von Schnee") um die 5 °C.

Eine kühle Serviertemperatur ist in der Regel für Sake vom Typ Ginjo und Junmai Ginjo, Daiginjo und Junmai Daiginjo und auch Honjozo passend.

Von den speziellen Sake-Typen serviert man in der Regel Sparkling Sake, Low Alcohol-Sake, Nigorizake mit Reisteilchen und unpasteurisierten Namazake gekühlt.

Diese Sakes in unserem SAKE SHOP:
Sake nach Sake-Typ

Mehr im SAKE 1x1:
Die 6 Premium Sake-Typen | Spezielle Sake-Typen

Raumtemperatur

18 bis 21 °C ist ein guter Temperaturbereich für die meisten Sakes.

Lediglich unpasteurisierter Namazake und Sparkling Sake sollten unbedingt kühler serviert werden. Und mancher Sake vom Typ Ginjo und Junmai Ginjo, Daiginjo und Junmai Daiginjo präsentiert sich kälter besser.

Tipp für den Übergang von kühl zu Raumtemperatur: Sake aus dem Kühlschrank gekühlt servieren. Die Flasche dann ungekühlt am Tisch lassen. so dass der Sake langsam auf Raumtemperatur kommt. Die Veränderung des Geschmackserlebnisses beobachten und dann entscheiden, welche Temperatur man für diesen Sake persönlich bevorzugt.

Warm (kan)

Sake-Thermometer kanzake

Für warmen Sake gibt es die Temperaturvarianten hinatakan ("warm wie in der Sonne") um 30°C, hitohadakan ("Körpertemperatur") um 35 °C, nurukan ("leicht warm") um 40°C und jôkan ("warm") um 45°C.

Bei lauwarmen und warmen Serviertemperaturen entfalten sich manche Premium Sakes vom Typ Junmai oder Junmai Ginjo besonders schön. Milde und süße Elemente und auch Komplexität und Tiefe eines Sake werden in warmer Temperatur betont.

Von den speziellen Sake-Typen sind Taruzake aus dem Holzfass, gelagerter Vintage-Sake sowie Yamahai- und Kimoto-Sake zum warm Trinken gut geeignet.

Diese Sakes in unserem SAKE SHOP:
Sake nach Sake-Typ

Mehr im SAKE 1x1:
Die 6 Premium Sake-Typen | Spezielle Sake-Typen

Die warme Serviertemperatur von Premium Sake sollte 50 °C nicht überschreiten, da sonst der Sake beschädigt wird.

Heiß (atsukan)

Sake-Thermometer atsukan

Die heißesten Temperaturen für Sake sind atsukan ("heiß") ab 50°C und tobikirikan ("sehr heiß") mit 55 °C und mehr.

Zum Erhitzen von Sake auf 50 °C und mehr eignen sich nur einfacher Standardsake und einige Honjozos, die dafür gemacht sind. Premium Sake wird bei solch hohen Temperaturen beschädigt.

Standardsake in unserem SAKE SHOP:
Sake nach Sake-Typ / Standardsake

Standardsake im SAKE 1x1 "6 Premium Sake-Typen":
Standardsake

© Text und Bild S. Rost-Aoki

Foto: Masumi-Sake im Kühler mit Eis