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Spezielle Sake-Typen: Spezielle Lagerung oben

Taruzake "Fass-Sake"

taru bedeutet "Fass" und Taruzake ist Sake, der in Fässern aus dem Holz der japanischen Sicheltanne Sugi (Cryptomeria japonica) gelagert wurde.

Diese Fässer sind allseits präsent in Sake-Brauereien, Shinto-Schreinen und bei Feierlichkeiten. Meist sind sie mit Reisstrohmatten und Seilen umwickelt.

Sake nimmt schon nach einigen Stunden im Fass das ausgeprägte Aroma des Sugi-Holzes auf. Taruzake hat einen beruhigenden, erdenden Charakter.

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Taruzake eignet sich auch schön zum warm Trinken bis 48 °C.

Der Sake darf nicht zu lange im Fass lagern, weil das Sugi-Aroma sonst zu dominant wird. Daher wird Taruzake aus dem Fass in Flaschen abgefüllt, wenn er die gewünschte Stärke an Aroma gewonnen hat.

Unser Taruzake im SAKE SHOP:
Sake nach Sake-Typ / Taruzake

Übrigens war in Zeiten vor der Massenproduktion von Glasflaschen der meiste Sake Taruzake, weil es nur wenige andere Aufbewahrungsmöglichkeiten gab.

Jukuseishu "Gelagerter Sake"

Gelagerter Sake wird Jukuseishu ("gereifter Sake") oder auch Koshu ("alter Sake") oder Vintage-Sake genannt.

Er ist eine besondere Spezialität, von der man ab dreijähriger Lagerung spricht. Die Lagerzeit kann über fünf, zehn, fünfzehn Jahre oder noch mehr gehen.

Jukuseishu ist stroh-, bernstein- oder honigfarben und hat ein tiefes, reifes Aromenprofil mit Noten von Nüssen, Honig und getrockneten Früchten.

Gelagerter Sake passt oft zu glasierten und säuerlichen Speisen zum Beispiel aus der chinesischen Küche. Oder er wird zu Desserts oder als besonders kostbarer Digestif gereicht.

Jukuseishu eignet sich meist auch gut zu sanftem Wärmen, weil dies seine Tiefe zum Leuchten bringt.

Unsere gelagerten Sakes im SAKE SHOP: Sake nach Sake-Typ / Vintage | Genmai

Sake wird in den Brauereien meist im Stahltank, in der Flasche oder in Keramikballons gelagert. Einige Brauereien arbeiten seit Neuestem auch mit Eichen-, Sherry- und anderen Fässern.

Das besondere an gelagertem Sake ist jedoch an sich, dass alle Aromen und der Charakter sich aus dem Sake selbst heraus entwickeln und nicht durch Holzfässer oder ähnliche Aromageber.

Mehr im SAKE 1x1 "Wie wird Sake gemacht?": 5 Nachbehandlung

© Text und Bild S. Rost-Aoki